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Die Flächen-Nachfragen werden immer größer

Bildunterschrift: Die Tourismusförderer des Kreises Kleve freuen sich über mehr als 902.000 Übernachtungsgäste im Vorjahr

Vor wenigen Tagen unterhielt sich die Rheinische Post mit der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve über die aktuellen Entwicklungen, das zu erwartende 2017er Ergebnis bei den Übernachtungen im Kreisgebiet und die Gewerbeflächen-Nachfrage. Wir liefern hier die Antworten unseres Hauses auf die Fragen des RP-Redakteurs Jürgen Loosen.

Herr Kuypers, das Jahr ist noch jung. Wie stellt sich die Welt der Wirtschaftsförderung zur Stunde dar?

Kreis-WfG: Wir haben allen Grund, mit einer gehörigen Portion Optimismus neue Herausforderungen zu suchen. Erinnert sei nur an die stolze Zahl von Sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von über 97.000 im letzten Jahr. Eine Bestmarke für das Kreisgebiet. Der Januar hat uns bereits überraschende Momente beschert. Es läuft gut an.

Können Sie da präziser werden?

Kreis-WfG: Selbstverständlich. Wir gehen nach Sichtung der Beherbergungsstatistik für unseren Kreis Kleve davon aus, dass uns nach dem Rekord des Jahres 2016 von 902.000 Übernachtungen eine weitere Steigerung ins Haus steht. Bis Ende November waren es schon 897.000. Bis zur Touristikmesse Niederrhein im März wissen wir mehr. Wenn wir davon ausgehen, dass Investor Bernd Zevens dem Standort Wallfahrtsstadt Kevelaer in diesem Kalenderjahr wie geplant noch ein weiteres Rilano Hotel beschert, dann dürfte sich diese Erfolgsspur weiter fortsetzen. Und wenn wir denn schon beim Tourismus sind: Landrat Wolfgang Spreen hat für die nächsten Monate den Start in den Ausbau eines Knotenpunktsystems für den Fahrradtourismus zugesichert. Auch das wird uns weitere Freunde bescheren und die Magnetwirkung des Kreisgebietes steigern helfen.

Vor wenigen Wochen hieß es: „Wir möchten uns deutlicher um Existenzgründungen kümmern.“ Steht dieses Ziel weiterhin?

Kreis-WfG: Ja, und wie: Unsere enge Zusammenarbeit mit den Sparkassen und Volksbanken im Kreisgebiet hat dazu geführt, dass Gründungen zum Schwerpunkt unseres Jahresprogramms wurden. Es wird für jede Stadt und Gemeinde im Kreis Kleve einen Programminhalt geben, von den Vier-Augen-Gesprächen zur Existenzgründung bis hin zu gleich drei großen Gründerseminaren in Geldern, Kleve und Rees. Wir werden noch manche spannende Gründergeschichte hören. Und das Zentrum Entrepreneurship, kurz ZEN |4 in Kalkar-Kehrum, das nun vorgestellt wurde, flankiert diese Anstrengungen natürlich.

Wie sieht es aus bei der Nachfrage nach Gewerbegrund?

Kreis-WfG: Fast unerklärlich gut. In den wenigen Tagen des Monats Januar sind bei der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve Nachfragen nach Industrieflächen in einer Größenordnung von 80 Hektar angekommen. Zum Vergleich: Im vorletzten Jahr wurden im Kreisgebiet nach Informationen des Grundstücksmarktberichtes 24,2 Hektar verkauft. Bevor die Freude auf diese Anfragen überbordet: Die Nachfragen zeigen ein „Immer größer“ und „Immer höher“ – und werden nur von wenigen Kommunen bedient werden können. Investoren wünschen sich 20 Hektar Fläche mit Bauhöhen bis 36 Meter. Damit werden sich die Kommunen vor Ort auseinandersetzen und beantworten müssen, ob man das kann und möchte.