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09.03.2026 / Pressemeldung

Wer KI nutzt, ist ein attraktiver Arbeitgeber

Vom landwirtschaftlichen Betrieb bis zur Steuerkanzlei – Künstliche Intelligenz wird heute bereits in vielen Branchen eifrig genutzt. Wie genau, das erfuhren die Gäste nun beim Unternehmerfrühstück der Wirtschafsförderung Kreis Kleve in Kalkar. In den Räumen des Gewerbe- und Gründerzentrums (GGK) in Kehrum lautete das Thema des Morgens: „Künstliche Intelligenz: Potenziale für KMU“.

Begrüßt wurden die Teilnehmenden zunächst von Alexandra Schacky, Bürgermeisterin der Stadt Kalkar. Sie stellte kurz das GGK vor, wo zurzeit 17 Betriebe ansässig sind und aktuell nur noch eine Halle verfügbar ist. Schacky zog eine positive Bilanz der 2025 eingeführten Tourismus- und Kulturförderabgabe. „Die Einnahmen in Höhe von 1,50 Euro pro Person und Übernachtung ermöglichen uns Investitionen im touristischen Bereich“, sagte die Bürgermeisterin. Derzeit sei die Erweiterung des Gewerbegebiets Wesselsbruch im Gange, auch Wohnbauvorhaben würden umgesetzt. Außerdem sei die Stadt Kalkar mit der Kommunalen Wärmeplanung beschäftigt. „Wir wollen mögliche Nahwärmenetze ausfindig machen“, erläuterte Schacky. Die Bürgermeisterin lud die Anwesenden zu diversen Veranstaltungen ein, etwa zur Baumesse in Kalkar, zum Feierabendmarkt oder zum „Sommer in der Stadt“.

Kreisweite Entwicklungen erfuhren die Gäste dann von Brigitte Jansen, der Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve, die die Aufgabengebiete und vielfältigen Aktivitäten der Kreis-WFG vorstellte.

Ingo Prang, Partner bei der KPP Steuerberatungsgesellschaft mbH aus Kleve, sowie Gerrit Röhl, IT–Manager bei KPP, hielten anschließend einen Keynote-Vortrag mit dem Titel: „KI verstehen und nutzen: Ein Kompass für KMU“. Die Gäste erfuhren dabei, wie sich KI in den vergangenen Jahren entwickelt

hat, wo sie sinnvoll eingesetzt werden kann und was Unternehmen bei in der Anwendung beachten sollten.

Wie immer in der aktuellen Veranstaltungsreihe kommen bei den Unternehmerfrühstücken auch Vertreterinnen und Vertreter lokaler Betriebe zu Wort, um Einblicke in die Praxis zu geben. Gesprächspartner in der von Andrea Franken moderierten Diskussionsrunde waren dieses Mal Bernd Hoffmann, Herdenmanager der Gut Papenhoven Milch KG, Rene Kantehm, Director Strategy & Business Development der BB med. product GmbH, und Ingo Prang von KPP. Bei BB med. erwirtschaften 80 Mitarbeitende einen Jahresumsatz von 50 Millionen Euro mit Kosmetikprodukten. KI wird im Unternehmen heute schon für Wettbewerbsanalysen eingesetzt. Sehr bald schon soll Künstliche Intelligenz aber auch von Maschinen in der Produktion angewendet werden, beispielsweise um Rezepturen zu mischen. Kanthem sieht KI vor allem als „Effizienztool“. Es gehe darum, die Technik „bewusst und richtig einzusetzen und dabei alle Mitarbeitenden mitzunehmen. „KI ist wie ein Marathon. Man muss die gesamte Mannschaft immer wieder abholen“, betonte Kanthem.

Im Familienunternehmen Gut Papenhoven werden rund 900 Tiere gehalten. KI kommt vor allem in den Bereichen Gesundheitsüberwachung und Reproduktion zum Einsatz. Für Hoffmann überwiegen die Nutzen der KI die Risiken. „In unserem Betrieb können wir durch den Einsatz von KI besser planen und die Kosten senken“, betonte der Herdenmanager. Er riet den

Anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmern dazu, sich mit Mitbewerbern auszutauschen. „Schauen Sie über den Tellerrand hinaus, machen Sie sich schlau, wie KI in anderen Betrieben eingesetzt wird, kommen sie miteinander ins Gespräch“, sagte Hoffmann.

Ingo Prang von KPP betonte: „Wer KI nutzt, macht sich als Arbeitgeber attraktiv.“ Er riet dazu, die Mitarbeitenden im Bereich KI regelmäßig zu schulen, sie für die Vorteile der Technologie zu sensibilisieren und Ängste abzubauen. „Fangen sie einfach an und probieren sie Dinge aus. Wichtig ist nur, den Datenschutz zu beachten“, sagte Prang.

Bei Kaffee und belegten Brötchen entwickelte sich anschließend unter den Gästen und Experten noch eine angeregte Diskussion über die Chancen und Risiken von KI.

Beim Unternehmerfrühstück im GGK in Kalkar-Kehrum (von links): Nathalie Tekath-Kochs (WFG Kreis Kleve), Bernd Hoffmann (Gut Papenhoven Milch KG), Andrea Franken (Moderatorin), Ingo Prang (KPP Steuerberatungsgesellschaft), Alexandra Schacky (Bürgermeisterin Stadt Kalkar), Andre Brüggemann (Wirtschaftsförderer Stadt Kalkar), Gerrit Röhl (KPP Steuerberatungsgesellschaft), Brigitte Jansen (WFG Kreis Kleve), Rene Kantehm, (BB med. product GmbH) und Marc Cattelaens (WFG Kreis Kleve).