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19.03.2026 / Pressemeldung

KI schafft mehr Zeit für die Kundinnen und Kunden

Das Thema „Künstliche Intelligenz“ ist in aller Munde. Gerade auch Firmen können von dieser Technologie profitieren. Mehr dazu erfuhren die Gäste beim Unternehmerfrühstück der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve in Rees. Im Hotel Rheinpark Rees lautete das Motto des Vormittags: „Künstliche Intelligenz: Potenziale für KMU“.

Begrüßt wurden die Teilnehmenden von Sebastian Hense, dem Bürgermeister der Stadt Rees. Hense stellte das derzeit wohl bekannteste Vorhaben im Stadtgebiet vor: den Bau des Ferienparks Marissa Lake Village. „Das

ist der Motor für die Stadt und für die ganze Region in den nächsten Jahren“, zeigte sich der Bürgermeister überzeugt. Mit einem Investitionsvolumen von 350 Millionen Euro handele es sich um das „derzeit größte touristische Projekt in Nordrhein-Westfalen“. Der Ferienpark sorge künftig für rund 150 Arbeitsplätze vor Ort, rechnete Hense vor, und bringe „sehr viele positive Effekte für die Stadt“. Der Bürgermeister lud die Anwesenden zum Tag der offenen Tür am 9. Mai ein, bei dem der Ferienpark ausführlich vorgestellt wird. Zur Ansiedlung neuer Firmen sowie zur Bestandserweiterung ansässiger Unternehmen prüft die Stadt aktuell verschiedene Möglichkeiten, um weitere gewerbliche Flächen zu entwickeln, so Hense. Zur Attraktivitätssteigerung trägt auch die Erschließung weiterer Wohnbauflächen bei. „In Rees gibt es aktuell viele Bauprojekte. Das ist ein positives Zeichen für die städtebauliche Entwicklung“, so Hense.

Kreisweite Entwicklungen erfuhren die Gäste dann von Brigitte Jansen, der Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve, die die Aufgabengebiete und vielfältigen Aktivitäten der Kreis-WFG vorstellte.

Ingo Prang, Partner bei der KPP Steuerberatungsgesellschaft mbH aus Kleve, sowie Gerrit Röhl, IT–Manager bei KPP, hielten anschließend einen Keynote-Vortrag mit dem Titel: „KI verstehen und nutzen: Ein Kompass für KMU“. Die Gäste erfuhren dabei, welche Fortschritte die KI in den vergangenen Jahren gemacht hat, welche Anwendungsmöglichkeiten

es in verschiedenen Branchen gibt und welche rechtlichen Aspekte Unternehmen beachten sollten.

In der anschließenden Gesprächsrunde, moderiert von Andrea Franken, ging es darum, wie KI von Unternehmen vor Ort gewinnbringend eingesetzt wird. Gesprächspartner waren Martina Furtmann, Geschäftsstellenleiterin Agentur Furtmann & Furtmann, Dr. Gert George, Geschäftsführer Lebenshilfe Unterer Niederrhein e.V., und Ingo Prang von KPP. Die Lebenshilfe ist ein Selbsthilfeverband für Menschen mit geistiger Behinderung. „Wir haben vielfältige Dokumentationspflichten, hier kann uns die KI helfen, so dass die Mitarbeitenden mehr Zeit haben, sich um die Menschen zu kümmern“, sagte Dr. George. Unternehmerinnen und Unternehmern, die noch unschlüssig sind, wie sie KI gewinnbringend einsetzen können, gab er folgenden Rat: „Überlegen Sie sich, wo der Druck am größten ist, und probieren Sie Anwendungen aus.“ Bei Furtmann & Furtmann, einer Provinzial-Versicherungsagentur in Rees, wird KI bereits seit rund zwei Jahren eingesetzt. Anwendungsgebiete liegen im Außendienst, aber auch hausintern. So ist im Büro ein KI-System mit dem Namen „Henriette“ aktiv, das für die Kundenkommunikation per E-Mail eingesetzt wird. Aber auch im Bereich Schadensregulierung hilft die KI, etwa um Fotos von eingereichten Schäden zu analysieren. Martina Furtmann berichtete, dass „Henriette“ aus Datenschutzgründen nur konzernintern eingesetzt werde. Am Ende überprüfe immer noch der Mensch die Ergebnisse und fälle auch die Entscheidungen. Ihr Rat

an die Gäste „Schulen sie Ihre Mitarbeitenden in Sachen KI, holen Sie sich Fachleute hinzu und probieren sie Dinge aus.“ Bei der KPP Steuerberatungsgesellschaft mbH heiße das interne KI-System „Kippi“, berichtete Steuerberater Ingo Prang. KI werde unter anderem zu Verschriftlichung von Spracheingaben und für Dokumentationen genutzt. Bei KPP kümmert sich ein „KI-Team“, das Ansprechpartner für alle Mitarbeitenden in Sachen Künstliche Intelligenz ist. „Binden sie Ihre Mitarbeitenden aktiv in die Thematik ein und versuchen Sie, jeden mitzunehmen“, lautete denn auch Prangs Empfehlung an die Gäste.

Abschließend kamen die Gäste bei Kaffee und belegten Brötchen noch über die Anwendungsmöglichkeiten von KI ins Gespräch.

Gruppenfoto mit Roboter (von links): Dr. Benedikt Rösen (WFG Kreis Kleve), Irina Janßen (WFG Kreis Kleve), Ole Engfeld (Pressesprecher Stadt Rees), Annette Kook (Wirtschaftsförderung/ Stadtmarketing Rees), Ingo Prang (KPP Steuerberatungsgesellschaft), Andrea Franken (Moderatorin), Sebastian Hense (Bürgermeister Stadt Rees), Brigitte Jansen (WFG Kreis Kleve), Gerrit Röhl (KPP Steuerberatungsgesellschaft), Martina Furtmann (Agentur Furtmann & Furtmann), und Dr. Gert George (Geschäftsführer Lebenshilfe Unterer Niederrhein e.V.). Fotohinweis: WFG Kreis Kleve /Axel Breuer (Foto mit KI bearbeitet)