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23.03.2026 / Pressemeldung

KI ist ein nützliches Werkzeug

Beim Unternehmerfrühstück der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve in Kranenburg erfuhren die Gäste, wie sie Künstliche Intelligenz in ihrem Betrieb nutzen können. Die aktuelle Veranstaltungsreihe nähert sich ihrem Abschluss.

Kreis Kleve – Kranenburg – Zum vorletzten Mal im Veranstaltungszyklus der laufenden Unternehmerfrühstücke der WFG Kreis Kleve lautete das Thema des Morgens: „Künstliche Intelligenz: Potenziale für KMU“. Im Haus Hünnekes in Kranenburg trafen sich zahlreiche interessierte Unternehmerinnen und Unternehmer, um zu erfahren, wie sie KI in ihrem Betrieb nutzen können und was dabei zu beachten ist.

Begrüßt wurden die Teilnehmenden von Martin Kepser, Bürgermeister der Gemeinde Kranenburg, für den es das erste Unternehmerfrühstück im Amt war. „Kranenburg steht aktuell vor einer spannenden Entwicklungsphase. Wir wollen unsere Gemeinde als attraktiven Wirtschaftsstandort weiter stärken – mit guten Rahmenbedingungen für bestehende Betriebe und klaren Perspektiven für Neuansiedlungen“, sagte Kepser. Konkret nannte der Bürgermeister den Umbau Kranenburgs zur „Grünen Gartenstadt“. Dabei soll der historische Ortskern aufgewertet werden, das neue Bürgerhaus als „lebendiger Treffpunkt für Veranstaltungen, Begegnung und gesellschaftliches Leben“ dienen. Ein weiterer Meilenstein sei die Erweiterung des Gewerbegebiets „im Hammereisen“ mit dem Gebiet „Rittersfeld“. Die Vermarktung soll im Frühjahr 2027 starten.

Kreisweite Entwicklungen erfuhren die Gäste dann von Brigitte Jansen, der Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve, die die Aufgabengebiete und vielfältigen Aktivitäten der Kreis-WFG vorstellte.

Volker Wein, Partner bei der KPP Steuerberatungsgesellschaft mbH aus Kleve, sowie Gerrit Röhl, IT–Manager bei KPP, hielten anschließend einen Keynote-Vortrag mit dem Titel: „KI verstehen und nutzen: Ein Kompass für KMU“. Die Gäste erfuhren dabei, wie sich KI in den vergangenen Jahren entwickelt hat, wo sie sinnvoll eingesetzt werden kann und was Unternehmen bei in der Anwendung beachten sollten.

In einer Gesprächsrunde, moderiert von Andrea Franken, gaben Kranenburger Unternehmer Einblicke in die Praxis. An dem Austausch beteiligten sich Oliver Burke, Geschäftsstellenleiter der Agentur Burke & Bienemann oHG, Johannes Jansen, Gesellschafter der project Unternehmensgruppe, Thomas Peters, Geschäftsführer der St. Johannes-Stift Kranenburg gGmbH und Volker Wein von KPP. Die Agentur Burke & Bienemann beschäftigt neun Mitarbeitende. Zum Einsatz kommt dort eine KI namens „Henriette“, ein konzerneigenes Tool, mit dem beispielsweise E-Mails verfasst, aber auch Leistungsvergleiche erstellt werden können. „Für die Mitarbeitenden bedeutet dies, dass sie Routine-Aufgaben abgeben können, und wir als Agentur können dem Kunden durch den Einsatz der KI passgenaue Lösungen liefern“, sagte Burke. Im St. Johannes-Stift werden 82 Bewohnerinnen und Bewohner von 116 Mitarbeitenden betreut. Seit dreieinhalb Jahren ist dort Künstliche Intelligenz im Einsatz. „Wir nutzen KI für Dokumentationszwecke, zur Konzepterstellung und zur Verschriftlichung von Spracheingaben“, erläuterte Geschäftsführer Thomas Peters. Für ihn liegen die Vorteile auf der Hand: „Zeitintensive Aufgaben wie Dokumentationen können abgegeben werden. Die Kolleginnen und Kolleginnen freuen sich darüber, dass sie nun mehr Zeit für die Menschen haben“, sagte er. Sein Rat an alle Unternehmerinnen und Unternehmer: „Trauen Sie sich, KI einzusetzen. Der erste Schritt ist der wichtigste!“

Die Firma Project aus Kranenburg ist ein Spezialist für Verpackungsmaschinen und Automatisierung mit 110 Mitarbeitenden. KI ist aus dem Unternehmen kaum noch wegzudenken. „Sie kommt bei uns in der Roboter-Technik, für Bilderkennung, Dashboards und Quellcodes zum Einsatz“, erläuterte Gesellschafter Johannes Jansen. „Wenn man KI einsetzt, ist das auch ein Lockmittel für den Nachwuchs – denn junge Talente favorisieren Technik- und IT-Angebote“, betonte er. Die Chancen mit Blick auf KI, gerade für kleine und mittelständische Unternehmen, seien „gigantisch“, so der Gesellschafter. Sein Fazit: lautete: „KI macht Spaß, es lohnt sich, hier Zeit zu investieren.“ Für Steuerberater Volker Wein von KPP ist die Künstliche Intelligenz vor allem ein „nützliches Werkzeug, das sich gerade auch für uns kleinere Betriebe eignet“. Der Effekt im Unternehmen: „Die Tätigkeiten der Mitarbeitenden ändern sich. Wir können insgesamt nun viel schneller arbeiten.“ Wein ist überzeugt: „Das Thema KI aussitzen, funktioniert nicht, die KI wird bleiben.“ Sein Blick auf die Zukunft in zehn Jahren: „Wir werden ein angenehmeres, aber auch anspruchsvolleres Arbeiten haben.“

Bei Kaffee und belegten Brötchen unterheilten sich die Gäste anschließend noch eine Weile über die Chancen und Risiken von KI.

Beim Unternehmerfrühstück im Restaurant Hünnekes (von links): Andrea Franken (Moderatorin), Johannes Jansen (project Unternehmensgruppe), Volker Wein (KPP Steuerberatungsgesellschaft), Gerrit Röhl (KPP Steuerberatungsgesellschaft), Oliver Burke, (Agentur Burke & Bienemann), Brigitte Jansen (WFG Kreis Kleve), Thomas Peters (St. Johannes-Stift), Martin Kepser (Bürgermeister Gemeinde Kranenburg), Irina Janßen (WFG Kreis Kleve), Anne Peimann (Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit, Kultur, Tourismus, Marketing und Bürgerbeteiligung Gemeinde Kranenburg).