News & Presse

16.03.2026 / Pressemeldung

KI ist ein Must-Have!

Einmal mehr zeigte sich, dass das Thema „Künstliche Intelligenz“, das die Wirtschaftsförderung Kreis Kleve in den Mittelpunkt ihrer aktuellen Unternehmerfrühstück-Reihe gestellt hat, für viele Betriebe in der Region eine hohe Relevanz besitzt. Rund 100 Interessierte besuchten die jüngste Veranstaltung im Nierswalder Landhaus, um sich darüber zu informieren, welche Potenziale die KI kleinen und mittelständischen Unternehmen bietet.

Begrüßt wurden die Teilnehmenden von Stephan Luyven, dem Bürgermeister der Stadt Goch, für den es

sein erstes Unternehmerfrühstück im neuen Amt war. Luyven stellte aktuelle Projekte wie die Umgestaltung des Marktplatzes sowie die Um- und Neugestaltung des Klosterplatzes, des Platzes am Steintor und der Gocher Bucht vor. „Die Projekte greifen ineinander, Goch gestaltet seine Zukunft attraktiv, wir schaffen viel Lebensqualität“, sagte der Bürgermeister. Viel Wert, so Luyven weiter, lege er auf ein „modernes, offenes Rathaus, eine Verwaltung, die für die Bürgerinnen und Bürger verständlich ist und ihnen einen echten Service bietet“. Für ihn sei die KI „aus keinem Bereich mehr wegzudenken“ und könne auch im Rathaus für schnellere Prozesse und Entlastung der Mitarbeitenden sorgen.

Kreisweite Entwicklungen erfuhren die Gäste dann von Brigitte Jansen, der Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve, die die Aufgabengebiete und vielfältigen Aktivitäten der Kreis-WFG vorstellte.

Christian Theissen, Rechtsanwalt und Steuerberater bei der KPP Steuerberatungsgesellschaft mbH aus Kleve, sowie Gerrit Röhl, IT–Manager bei KPP, hielten anschließend einen Keynote-Vortrag mit dem Titel: „KI verstehen und nutzen: Ein Kompass für KMU“. Die Gäste erfuhren dabei, welche Fortschritte die KI in den vergangenen Jahren gemacht hat, welche Anwendungsmöglichkeiten in verschiedenen Branchen es gibt und welche rechtlichen Aspekte Unternehmen beachten sollten.

In der anschließenden Gesprächsrunde, moderiert durch Andrea Franken, ging es darum, wie KI von Unternehmen vor Ort gewinnbringend eingesetzt wird. Gesprächspartner waren Andreas De Matteis, Geschäftsführer der macle GmbH, Lara Kusenberg vom Edeka Markt Christian Kusenberg e.K. und Christian Theissen von KPP. Der Technikzulieferer macle ist seit über 20 Jahren in Goch ansässig. KI wird im Unternehmen unter anderem für die Kommunikation per E-Mail eingesetzt, aber auch im Marketing. Andreas De Matteis ist überzeugt: „KI ist ein Must-Have!“ Künstliche Intelligenz könne helfen, Gewinne zu maximieren und verstecke Kosten zu senken.

Für den Edeka Markt Christian Kusenberg arbeiten derzeit rund 90 Menschen, das Unternehmen ist seit 12 Jahren in Goch vertreten. Seit fünf Jahren ist bereits eine automatisierte Disposition im Einsatz. Vor einem Jahr wurde auf eine KI-basierte Software für Warenbestellungen umgestellt, auch Wetterprognosen fließen darin ein. „Das lief am Anfang noch recht holprig, inzwischen aber gut. Am Ende muss aber der Mensch entscheiden“, sagte Junior-Chefin Lara Kusenberg. An der SB-Kasse seien Kameras installiert, eine KI liefert eine Einschätzung, ob die Kundinnen und Kunden alt genug sind, um Alkohol kaufen zu dürfen. „Die neue Technologie wird von den Mitarbeitenden sehr gut angenommen“, berichtete Kusenberg. Sie riet den Gästen beim Unternehmerfrühstück, sich mit Mitbewerbern auszutauschen, auch branchenübergreifend Erfahrungen und Tipps einzuholen.

Bei der KPP Steuerberatungsgesellschaft ist ein interner KI-Chatbot im Einsatz, den die Mitarbeitenden befragen können, statt Handbücher zu benutzen. Auch für Übersetzungen und Recherche wird Künstliche Intelligenz genutzt. „Die KI macht, der Mensch überprüft die Ergebnisse und entscheidet am Ende“, sagte Theissen. Der persönliche Kontakt zwischen Kunden und Mitarbeitenden bleibe stets wichtig, betont der Steuerberater und Rechtsanwalt. Sein Rat an die Anwesenden: „Fangen Sie in kleinen Schritten mit der Nutzung von KI an und nehmen Sie alle Mitarbeitenden auf diesem Weg mit.“

Abschließend kamen die Gäste bei Kaffee und belegten Brötchen noch untereinander über die Anwendungsmöglichkeiten von KI ins Gespräch.

Beim Unternehmerfrühstück im Nierswalder Landhaus (von links): Irina Janßen (WFG Kreis Kleve), Andrea Franken (Moderatorin), Annika Cleve (Wirtschaftsförderung Goch), Gerrit Röhl (KPP Steuerberatungsgesellschaft), Andreas De Matteis (macle GmbH), Christian Theissen (KPP Steuerberatungsgesellschaft), Brigitte Jansen (WFG Kreis Kleve), Stephan Luyven (Bürgermeister Stadt Goch) und Lara Kusenberg (Edeka Markt Christian Kusenberg).