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Jedes Unternehmen sollte einen Notfallplan haben | Wirtschaftsförderung Kreis Kleve
25.09.2026 / Pressemeldung

Jedes Unternehmen sollte einen Notfallplan haben

In Goch begrüßte die Wirtschaftsförderung Kreis Kleve rund 100 Gäste zum Unternehmerfrühstück. Im Mittelpunkt stand das Thema „Rettungsanker Notfallplan“.

Kreis Kleve – Goch – Cyberangriffe, Stromausfall, Hochwasser – wie können Unternehmen sich auf solche und andere Notfälle vorbereiten? Diese Frage steht im Mittelpunkt der aktuellen Reihe der Unternehmerfrühstücke der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve. Auch bei der zweiten Veranstaltung in dieser Reihe stieß das Thema Notfallplanung auf großes Interesse: In der Eventlocation eXcited Goch kamen rund 100 Gäste zum Unternehmerfrühstück zusammen.

Bürgermeister Stephan Luyven gab einen Überblick über lokale Entwicklungen in Goch. Angesichts der jüngst ausgerufenen Haushaltssperre gelte es nun, Investitionsmaßnahmen auf den Prüfstand zu stellen, so der Bürgermeister. Er betonte, wie wichtig die Stelle des Wirtschaftsförderers bzw. der Wirtschaftsförderin sei, um den Kontakt zu den bestehenden Unternehmen zu pflegen, neue Firmen anzusiedeln, Gewerbeflächen zu vermarkten, Fachkräfte zu gewinnen, die Innenstadt zu beleben, Programme aufzulegen, Angebote zu schaffen und die Kaufkraft in Goch zu stärken. Mit Blick auf das Hauptthema des Unternehmerfrühstücks erläuterte Luyven, der selbst aus der IT-Branche kommt, wie wichtig ein gutes Krisenmanagement in der Stadtverwaltung sei. Das Krisenmanagement wurde in der Gocher Stadtverwaltung auch mit Blick auf den Stromausfall im Herbst 2025 überarbeitet und verbessert.

Bevor das Thema IT-Sicherheit im weiteren Verlauf wieder aufgegriffen wurde, stellten Geschäftsführerin Brigitte Jansen und Innovationsmanager Dr. Benedikt Rösen die vielfältigen Aktivitäten der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve vor. Insbesondere ging es dabei auch um die beiden aktuellen EFRE-Förderprojekte „KI für KMU“ und „Circular.NiederRhein“, an denen die Kreis-WFG aktiv beteiligt ist.

In seinem Keynote-Vortrag „Notfallplanung – der Erste-Hilfe-Kasten für die IT und jede Unternehmensgröße“, erläuterte Volker Wasssermann, Geschäftsführer der Firma bridge4IT, den Gästen, wie sie sich auf kritische Vorfälle vorbereiten können. Angriffe auf die digitale Infrastruktur gingen am häufigsten von so genannter Ransomware aus, die den Zugriff auf den Computer blockiert, so Wassermann. Aber auch durch Phishing – also Versuche, per E-Mail, Telefon oder SMS an Firmendaten zu gelangen – sei weit verbreitet. Deswegen sei es wichtig, eine Firewall zu aktivieren, einen guten IT-Service zu haben, aber auch, Mitarbeitende zu schulen, um sich vor Phishing-Angriffen zu schützen. Die Botschaft des IT-Experten lautete auch: Es trifft irgendwann jeden; Firmen jeder Größe sind bedroht. Deswegen ist es wichtig, vorbereitet zu sein und einen Notfallplan zu haben, der bereits getestet wurde. Für die Erstellung eines solchen Notfallplans erhielten die Teilnehmenden des Unternehmerfrühstücks konkrete Tipps.

In einer Gesprächsrunde, moderiert durch Andrea Franken, tauschten sich Niklas Janßen, Geschäftsführer der Umwelttechnik Franz Janßen GmbH, und Dirk Jasik, Vorstand Stiftung Anna-Stift und Martin-Franz Stiftung, mit IT-Forensiker Volker Wassermann zum Thema Cyber-Sicherheit und Notfallplanung aus. Dabei zeigte sich: Bei einem Notfall ist es entscheidend, dass die Mitarbeitenden wissen, was zu tun ist. Niklas Janßen und Dirk Jasik waren sich einig: Es macht Sinn, Cyberangriffe regelmäßig zu simulieren, und Mitarbeitende zu schulen. So können Angriffe vereitelt werden – und im Notfall weiß jeder, welche Maßnahmen zu ergreifen sind.

Das nächste Unternehmerfrühstück findet am 03. November 2026, ab 9 Uhr in Issum statt. Anmeldungen nimmt die Wirtschaftsförderung Kreis Kleve gerne online unter www.wfg-kreis-kleve.de entgegen.

Von links: Volker Wasssermann (bridge4IT), Andrea Franken (Moderatorin), Stephan Luyven (Bürgermeister Stadt Goch), Niklas Janßen (Geschäftsführer Umwelttechnik Franz Janßen GmbH), Brigitte Jansen (WFG Kreis Kleve), Dirk Jasik (Vorstand Stiftung Anna-Stift und Martin-Franz Stiftung), Annika Cleve (Wirtschaftsförderung Stadt Goch) und Dr. Benedikt Rösen (WFG Kreis Kleve).