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2.600 Beschäftigte erwirtschaften Umsatz von 1,7 Milliarden Euro
Schon bei der Anfahrt wird deutlich: Hier, in Straelen-Herongen, ist ein wahrhaft beeindruckendes Unternehmen ansässig. Die Vermarktungsflächen, Lagerhallen und Verwaltungsgebäude von Landgard und Veiling Rhein-Maas erstrecken sich über eine Fläche von rund 220.000 Quadratmetern. Rund 1.700 Mitarbeitende aus 70 unterschiedlichen Nationen sind im Raum Kleve, an den Standorten Straelen-Herongen und Geldern-Lüllingen, für eine der führenden Vermarktungsorganisationen im Gartenbau tätig, zur gesamten Belegschaft der Genossenschaft gehören 2.600 Menschen.
Zum Auftakt ihrer „Sommertour 2026“ unter dem Motto „Starke Arbeitgeber im Kreis Kleve“ war die Wirtschaftsförderung Kreis Kleve, begleitet vom Straelener Bürgermeister Bernd Kuse, vom Straelener Wirtschaftsförderer Uwe Bons sowie von Journalistinnen und Journalisten, nun zu Gast bei Landgard und Veiling Rhein-Maas in Herongen. Dort erhielten die Besucherinnen und Besucher interessante Einblicke in die Genossenschaft, die jährlich einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro erwirtschaftet.
Landgard blickt auf eine mehr als 100-jährige Historie zurück. Aus den Anfängen entwickelte sich eine starke Gemeinschaft, der heute rund 2.400 Mitgliedsbetriebe angehören. Das Unternehmen gehört als eingetragene Genossenschaft zu 100 Prozent den Erzeugerinnen und Erzeugern, die Landgard an fast 365 Tagen im Jahr mit Topfpflanzen, Schnittblumen, Obst und Gemüse versorgen. „Unsere Mitarbeitende sorgen dafür, dass unsere Kundeninnen und Kunden aus dem Fachgroß- und Einzelhandel sowie dem filialisierten Einzelhandel ‒ vom Baumarkt bis zum Supermarkt ‒ zuverlässig beliefert werden können“, erläuterte Christoph Klöpper, Vorstand der Landgard eG, den Gästen beim Sommertour-Besuch. Dabei ist die Region West, zu der auch die Standorte in Herongen und Lüllingen gehören, mit vielen hier ansässigen Gartenbaubetrieben ein Zentrum der Vermarktungstätigkeit rund um Blumen, Pflanzen, Obst und Gemüse.
Die ebenfalls am Standort Herongen ansässige Veiling Rhein-Maas, ein Joint Venture von Landgard und Royal FloraHolland, ist deutschlandweit die einzige Blumen- und Pflanzenversteigerung. Cees Hoekstra, Geschäftsführer vonr Veiling Rhein-Maas, berichtete den Gästen, dass ein jährlicher Umsatz von 424 Millionen Euro generiert wird. Herzstück ist die riesige Versteigerungshalle mit ihren acht LED-Uhren. Mehrere Hundert Kundinnen und Kunden können dort gleichzeitig auf Blumen und Pflanzen bieten. Pro Jahr werden rund eine Million so genannte CC-Container mit Pflanzen und 310.000 Stapelwagen mit Blumen bewegt. Über die insgesamt zehn Kilometer lange Kettenbahn werden die Gartenbau-Erzeugnisse in den Versteigerungssaal und durch die weitläufigen Hallen am Standort Herongen geführt. Rund 530 Millionen Schnittblumen und 215 Millionen Topfpflanzen werden jährlich an 1.100 Kundinnen und Kunden geliefert.
Ein weiterer Einkaufsort für gewerbliche Kunden auf dem Landgard-Gelände ist der Cash & Carry-Markt - einer von insgesamt 29 vor allem in Deutschland. Die Cash & Carry-Märkte sind der Knotenpunkt zwischen der Fachhandels-Kundschaft sowie den Erzeugerinnen und Erzeugern. „Mit einem Portfolio von mehr als 70.000 Pflanzen sind wir der professionelle Partner für Floristinnen und Floristen, Blumenfachgeschäfte, Gartencenter, Gärtnereien, Landschafts- und Friedhofsgärtner und -gärtnerinnen, Wochenmärkte wie auch Städte und Kommunen. Jeder Kundengruppe bieten wir eine breite, maßgeschneiderte Produktpalette aus unterschiedlichen Sortimentsbereichen“, sagte Jörg Schade, Marktleiter des Cash & Carry-Marktes Herongen, beim Sommertour-Besuch.
Kreis-Wirtschaftsförderin Brigitte Jansen betonte die Bedeutung von Landgard für den Kreis Kleve: „Wir sind eine der stärksten Agrobusiness -Regionen Deutschlands. Hier bei Landgard sieht man eine große Bandbreite dieser Erzeugnisse, mit denen das Unternehmen Abnehmer im ganzen Land beliefert. Mit rund 1.700 Mitarbeitenden im Kreis Kleve ist Landgard ein bedeutender Arbeitgeber, der die Wirtschaftsregion Kreis Kleve bedeutend prägt.“ Bürgermeister Bernd Kuse betonte: „Als Stadt Straelen sind wir stolz, dass hier solch starke Arbeitgeber ansässig sind. In Straelen werden mehr Blumen und Gemüse produziert und vermarktet als anderswo in Deutschland. Die zentralen Vermarktungseinrichtungen der Landgard eG und von Veiling Rhein-Maas bieten eine leistungsfähige Absatzbrücke für die vielen Gartenbaubetriebe.“