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Wirtschaftsförderung Kreis Kleve machte mit ihrer Gründerland-Initiative in Wachtendonk Station

Kreis Kleve – Wachtendonk – Sie stellte sehr schnell fest, dass sie es bei den „Firmen- und Gründergeschichten aus Wachtendonk“ mit einer reinen Männerrunde zu tun haben sollte. Andrea Franken, die Moderatorin dieses frühen Abends im Gasthaus „Zum Schwan“ hatte ihre Mitstreiter über gut zwei Stunden vollends im Griff und lieferte sich mit Oliver Ingenleuf, dem Geschäftsführer von Fahrzeugteile Ingenleuf, über mehrere Situationen einen herzerfrischenden und unterhaltsamen Schlagabtausch. „Autos werden demontiert, nicht ausgeschlachtet“, stellte der Firmenchef lachend heraus, der im Gewerbegebiet der Gemeinde Wachtendonk seine Aktivitäten auf einen Standort konzentriert hat. 42 Ordner voller Anträge und Schriftwechsel habe er auf den Weg gebracht, um seine neue Recyclinganlage zu realisieren, seinen Onlineshop für „frische Ersatzteile“ weltweit ins Gespräch zu bringen und damit in fünf Sprachen auf Wachtendonk und den in der Nische erfolgreichen Gründer hinzuweisen.

Für einen unterhaltsamen Nachmittag war die Wirtschaftsförderung Kreis Kleve in Wachtendonk zu Gast, wo man unter dem Titel „Gründerland Kreis Kleve – Ideen finden ihr Zuhause“ auf die Chancen einer Existenzgründung aufmerksam machen wollte.

Dass Derartiges auch in Gemeinden der Größenordnung Wachtendonks keine Seltenheit sein muss, das bewiesen an diesem Nachmittag auch Dr. Christian Detzel mit seiner Apotheke „Zur Friedenseiche“ und Marcel und Pascal Rathmakers von Rathmakers Bedachungen.

„Ich würde beim nächsten Mal ganz sicher etwas früher mit meinen Vorbereitungen beginnen“, ließ der Pharmazeut  Dr. Detzel die Zuhörer wissen, zu denen auch Franz-Josef Delbeck als Wirtschaftsförderer vor Ort zählte. Der Weg zum Apotheker führte bei Detzel über ein normales Angestelltenverhältnis in der Industrie. Zwei Jahre habe es gedauert, bis er sich gemeinsam mit seiner Frau für Wachtendonk habe entscheiden können, wo dann das passende Objekt verfügbar gewesen sei. Familie Herzog habe mit ihm die Apotheke in guten Händen geglaubt und den Weg geebnet. Heute sei er froh und dankbar, in einer solchen Gemeinde als Apotheker tätig sein zu können.

Die Gebrüder Rathmakers verwirklichen sich seit wenigen Jahren mit ihrer Dachdeckerei, Zimmerei und Schreinerei und haben mit ihrem Meistertitel spontan, sehr kurzfristig und durch einen gesundheitlichen Rückschlag des Vaters in die Eigenverantwortung gehen müssen. „Die Herausforderungen sind und bleiben groß, aber die unternehmerischen Freiheiten entschädigen uns für alles“, so betonte Marcel Rathmakers vor den Gästen im „Schwan“. Und Bruder Pascal ergänzte: „Ich bin an keinem Tag meines Lebens unzufrieden zur Arbeit gefahren.“ Nach der Erkenntnis durch den plötzlichen Rückschlag beim Vater riet er allen Firmenchefs, sich um einen „Notfallplan“ zu bemühen.

An dieser Stelle wies IHK-Berater Holger Schnapka auf den Service seines Hauses hin, im Internet weitreichende Informationen zu einem solchen Notfallplan zu finden. Den Nachfolger-Suchenden im Raum riet er, mit den Bilanzen der letzten drei Jahre ihre gute Adresse zu unterstreichen. Das Land fördere sogenannte Beratertage zu 50 Prozent, und zwar bei bis zu sechs Arbeitstagen.

Sowohl Wachtendonks Wirtschaftsförderer Franz-Josef Delbeck sowie auch Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers äußerten sich zum Standort Wachtendonk. So ließ der örtliche Wirtschaftsförderer keinen Zweifel daran, dass er sich für seinen Standort „kleinstrukturierte Unternehmen“ wünsche und die Ausweitung des Angebots im örtlichen Einzelhandel erhoffe. Hans-Josef Kuypers skizzierte die Idealsituation für eine Betriebsübernahme, bei der der spätere Firmenchef drei bis fünf Jahre als leitender Mitarbeiter viele Ecken des Unternehmens kennenlernen sollte, um dann den Chefsessel zu beanspruchen.

„Der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve geht es keineswegs nur darum, Gewerbeflächen zu verkaufen. Wir arbeiten vielmehr daran, alles das zu erhalten, was wir heute haben“, so Kuypers mit Blick auf die gewünschte Verzahnung auch zu den Werberingen der Region.

 

Bildunterschrift:  Großes Stühlerücken beim „Schwan“ in Wachtendonk: Bis zum letzten Platz gefüllt war das Gasthaus an der Bruchstraße, als die Kreis-Wirtschaftsförderung mit ihrem Jahresthema „Gründerland Kreis Kleve – Ideen finden ihr Zuhause“ Station machte.

Bildunterschrift: Begleitete auf überzeugende Weise durch den frühen Abend: Moderatorin Andrea Franken hier inmitten von (v.r.n.l.) Dr. Christian Detzel, Oliver Ingenleuf und Marcel und Pascal Rathmakers. Im Vordergrund verfolgt Franz-Josef Delbeck als Wirtschaftsförderer der Gemeinde Wachtendonk die Gründerveranstaltung.