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Frank Wöbbeking motivierte alle Altersklassen zum Austausch über soziale Medien / Bürgermeister Sven Kaiser freut sich über 35.000 Bürgerinnen und Bürger in der LandLebenStadt

Bildunterschrift: Freuten sich über die vielen Gäste beim Unternehmerfrühstück mit der Kreis-Wirtschaftsförderung: Gelderns Bürgermeister Sven Kaiser, Hauptreferent Frank Wöbbeking und der Gelderner Wirtschaftsförderer Tim van Hees-Clanzett (v.r.n.l.). 

Kreis Kleve – Geldern – „Beim letzten Mal bin ich hier noch im Bademantel rumgeflitzt. Heute darf ich in eine neue Rolle schlüpfen“, begrüßte Frank Wöbbeking, der Hauptreferent des Unternehmerfrühstücks mit der Kreis-Wirtschaftsförderung in Geldern die gut 70 Interessierten. Und vor allem Hoteldirektor Heinz Janssen dürfte es gefreut haben, dass der mediamixx-Geschäftsführer und Kommunikations-Fachmann das Wellness-Hotel Seepark in der alten Herzogstadt auch ohne Mikrophon vor dem Mund zu schätzen weiß. 

Gut 45 Minuten referierte Wöbbeking, stellte sich als „Digital Immigrant“ vor, als ein Mensch also, der einst als Journalist auf einer traditionellen Schreibmaschine erste Gehversuche in der Welt der Kommunikation unternahm. Ungeachtet der Tatsache, dass der amerikanische Präsident Donald Trump seine neuesten Ideen stets über Twitter „in die Welt setzt“, hielt Wöbbeking diesen Weg für niederrheinische Firmenchefs für den falschen: „Völlig ungeeignet“, so sein Votum. Wöbbeking warb für den Einsatz von Social Media, egal für welche Altersstufe. „Man ist nie zu alt“, sagte er und wies durch einen Tweet des amerikanischen Models Kylie Jenner nach, dass sogenannte Influencer – die Blogger und Vlogger – selbst Börsenkurse zum Absturz bewegen können. 

Sven Kaiser, der Bürgermeister der Stadt Geldern, ließ seiner Freude freien Lauf, dass seine Stadt weiter gewachsen sei und heute 35.000 Einwohner zähle. Mit einer Arbeitslosenquote von vier Prozent stehe man recht gut da, wenngleich der Fachkräfte- und auch Arbeitskräftemangel Folgewirkungen zeige. Umso wichtiger sei es für die Firmenchefs, sagte der erste Bürger mit Blick auf den Berufskolleg-Leiter Andreas Boland, sich am Tag der Ausbildung Anfang des nächsten Jahres im Berufskolleg zu präsentieren. 

Apropos Berufskolleg: In direkter Nachbarschaft sind im sogenannten Nierspark weitere Gewerbeflächen vorhanden, und zwar 12.000 Quadratmeter Mischgebietsfläche. Auch gebe es in Walbeck noch Freiräume für interessierte Investoren. 

Sorgen machen sich die Gelderner – dies bestätigten auch Wirtschaftsförderer Tim van Hees-Clanzett und Kollegin Janine Segref – über manchen Leerstand im inhabergeführten Einzelhandel. Neben dem Versuch, das Thema mit dem Projekt Retail Lab in den Griff zu kriegen, werde sich auch das Gründerzentrum den Herausforderungen widmen. 

Hier stieg Hans-Josef Kuypers ein, befindet sich die Kreis-Wirtschaftsförderung doch mitten in der monatelangen Gründerland Kreis Kleve-Veranstaltungsreihe, die im Hotel Seepark gar ein Wochenend-Seminar mit 40 teilnehmenden Gründungsinteressierten durchgeführt hat. Erstmals, so Kuypers, werde es die Verleihung von zwei Gründerpreisen mit Preisgeldern von je 5.000 Euro geben, überreicht durch Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart, Landrat Wolfgang Spreen und den Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve. 

Abschließend betonte Kuypers die hohe Bedeutung eines engen Miteinanders von Städten und Gemeinden und örtlichen Werberingen und Verkehrsvereinen, deren ehrenamtliche Vorstände man mit finanziellen Mitteln auch der Sparkassen und Volksbanken zum vorweihnachtlichen Fire & Ice ins Hotel Seepark eingeladen habe. So werde der 12. Dezember 2018 mit Bernadette Spinnen, der Vorsitzenden der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland (bcsd) als Hauptreferentin, wohl zum ersten großen Treffen der Ehrenamtlichkeit im Werbering-Sektor. Bis zur Stunde haben sich bereits mehr als 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angekündigt. 

Bildunterschrift: Wissensdurst nach gemeinsamem Frühstück: Gut 70 Gäste nahmen sich Zeit zum Besuch der Kreis-WfG-Veranstaltung.